
Effizient, flexibel, vernetzt: Techniktrends in der Süßwarenindustrie
Viele Hersteller arbeiten daran, ihre Prozesse schneller und effizienter zu machen. Ein Beispiel ist die Trocknung von Gummiprodukten.
„Je kürzer der Trocknungsprozess, desto weniger Energie wird benötigt und desto kleiner kann der Trockenbereich ausgelegt werden. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch wertvolle Produktionsfläche.“
Cesare Catelli, General Manager of PINCO S.A.
Parallel dazu werden Gieß- und Verpackungslinien auf höhere Taktzahlen ausgelegt. Mehr Output auf gleicher Fläche – ohne Abstriche bei Qualität und Prozessstabilität – ist für viele ein zentrales Entwicklungsziel.
„Was man hier sieht, ist keine große Inszenierung, sondern viele durchdachte Details, die im Alltag wirklich einen Unterschied machen – vor allem bei Bedienung und Reinigung.“
Technical Sales Representative, Machinery Exhibitor, interpack 2026
Kleinere Batches, große Anforderungen
Der Markt verlangt zunehmend kleinere Batches und häufigere Produktwechsel. Das gilt insbesondere für spezialisierte Produkte und kundenspezifische Varianten.
Maschinenhersteller reagieren darauf mit: effizienteren Reinigungssystemen, parallelen Prozessen, um Produktion und Reinigung gleichzeitig durchzuführen und modularen Anlagen mit mehreren Gieß- oder Verpackungseinheiten, von denen im Wechsel einzelne gereinigt werden können, während andere weiter produzieren.
So lassen sich Stillstandszeiten reduzieren, ohne die Flexibilität zu verlieren.
Automation mit Fokus auf Operator-Guiding
Automation bedeutet heute mehr als nur „mehr Technik“. Im Mittelpunkt steht der Bediener. Viele Hersteller betonen, dass es nicht darum geht, den Operator zu ersetzen, sondern ihn gezielt zu unterstützen – vor allem vor dem Hintergrund des unverändert wirksamen Fachkräftemangels, der steigenden Komplexität und der hohen Fehleranfälligkeit bei manuellen Einstellungen.
Moderne Anlagen geben daher ein klares Feedback: Leuchtsignale an Einstellhebeln, verständliche Statusanzeigen, Schritt-für-Schritt-Anleitungen am HMI und – perspektivisch – KI-basierte Empfehlungen. So sieht der Operator auf einen Blick, ob eine Einstellung sinnvoll ist, wo ein Problem liegt und wie er reagieren sollte.
„Die Anlagen sind insgesamt sehr klar strukturiert. Man findet sich schnell zurecht, und auch bei den Prozessen selbst sieht man, dass auf Effizienz und praktische Umsetzbarkeit geachtet wurde.“
Leiter technische Entwicklung, Maschinenbauaussteller Messe interpack 2026
Predictive Maintenance und vernetzte Linien
Ein weiterer Schwerpunkt ist die vorausschauende Wartung. Leistungs- und Qualitätsdaten werden kontinuierlich aufgezeichnet und analysiert. Ziel ist es, Abweichungen früh zu erkennen, Wartung planbar zu machen und ungeplante Stillstände zu vermeiden. Zudem wachsen die Linien enger zusammen: Wenn am Anfang mehr Produkt ankommt, passen nachgelagerte Maschinen ihre Geschwindigkeit automatisch an. Störungen werden zentral sichtbar, sodass ein Bediener mehrere Stationen im Blick behalten kann, ohne ständig physisch vor Ort zu sein.
Energieeffizienz als Querschnittsthema
Energieeffizienz gehört mittlerweile zum Standardanforderungskatalog – nicht nur in Europa. Energiesparmodi, intelligente Temperaturführung und schnell reagierende Heizsysteme helfen, Verbrauch und CO₂-Fußabdruck zu senken.
Wie die Energie letztlich bereitgestellt wird – via Strom, Gas oder andere Quellen – liegt beim Betreiber. Die Maschinen werden so ausgelegt, dass sie mit unterschiedlichen Energiekonzepten effizient arbeiten können.
Zusammenfassung
Die interpack 2026 hat gezeigt: Wer in moderne, flexible und bedienerfreundliche Technik investiert, macht seine Produktion fit für kleinere Batches, neue Produkte und anspruchsvollere Märkte.
Wenn Sie mehr über konkrete Lösungen und Projekte erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an – wir bei PRPFORM GERMANY unterstützen Sie auf dem Weg zur Produktion von morgen.
